Wenn die Werkstatt daneben liegt
Manchmal tauscht man einen Teil der Lenkung, weil es poltert oder sich schwergängig anfühlt, und stellt fest, dass das Problem nach dem Wechsel immer noch da ist – oder schlimmer, sich sogar verschlimmert hat. Das passiert oft, wenn man sich nur auf ein einzelnes Teil konzentriert und das große Gante aus den Augen verliert. Die Lenkung ist ein komplexes System, und oft sind es eben nicht nur die offensichtlichen Teile, die Ärger machen.
Was gehört zu den 'anderen' Lenkungsteilen?
Wenn wir von 'anderen Lenkungskomponenten' sprechen, meinen wir all die Teile, die direkt oder indirekt dafür sorgen, dass sich Ihre Räder drehen, wenn Sie am Lenkrad drehen – und zwar präzise und ohne Spiel. Das umfasst Dinge wie die Spurstangenköpfe, die Verbindung zwischen Lenkgetriebe und Achsschenkel, aber auch die komplette Lenksäule, Lenkwellen, die Manschetten, die das Innere schützen, und manchmal sogar die Servolenkungspumpe oder -leitungen, wenn sie Probleme machen. Es ist das Bindeglied zwischen Ihren Händen und der Straße.
Typische Symptome für Probleme
Die Anzeichen für Probleme in diesem Bereich sind oft beunruhigend deutlich. Ein häufiges Symptom ist ein Spiel oder 'Schwammigkeit' in der Lenkung. Das Gefühl, dass das Auto nicht sofort auf Ihre Lenkbewegungen reagiert. Polternde oder klappernde Geräusche, besonders beim Überfahren von Unebenheiten oder beim Lenken im Stand, sind ebenfalls ein starkes Indiz. Manchmal fühlt sich die Lenkung auch schwergängig oder ungleichmäßig an, was besonders beim Rangieren nervig ist. Und wer schon mal ein Geräusch wie ein Knacken oder Knarzen beim Lenken gehört hat, sollte das nicht auf die leichte Schulter nehmen. In schlimmen Fällen kann es auch zu Vibrationen im Lenkrad kommen.
Gebrauchte OEM-Teile: Die clevere Wahl
Gerade bei Lenkungsteilen gibt es einen großen Unterschied zwischen billigen Nachbauten aus Fernost und Teilen, die ursprünglich vom Fahrzeughersteller verbaut wurden – selbst wenn sie gebraucht sind. Billige Aftermarket-Teile sind oft aus minderwertigen Materialien gefertigt, haben schlechtere Toleranzen und halten einfach nicht lange. Das kann nicht nur zu wiederholten Reparaturen führen, sondern auch die Fahrsicherheit gefährden. Ein geprüftes gebrauchtes Originalteil (OEM) vom Hersteller hat den Vorteil, dass es die gleichen Qualitätsstandards erfüllt wie das Neuteil. Die Passgenauigkeit ist besser, die Haltbarkeit in der Regel höher, und das zu einem Bruchteil des Neupreises. Für viele Lenkungskomponenten ist ein solides Gebrauchtteil oft die sicherere und preislich klügere Wahl als ein fragwürdiges neues Teil aus dem Zubehörhandel.
Worauf achten vor dem Kauf?
Wenn Sie ein gebrauchtes Teil ins Auge fassen, egal ob von uns oder anderswo, gibt es ein paar Dinge zu prüfen. Bei Spurstangenköpfen und ähnlichen beweglichen Teilen sollten Sie auf Spiel prüfen. Wackelt das Teil, wenn man es bewegt? Sind die Gummimanschetten rissig oder porös? Rost ist ein Thema, aber schlimmer sind Risse oder starke Korrosion an tragenden oder beweglichen Teilen. Beim Lenkgetriebe selbst ist es wichtig zu sehen, ob es Öl verliert. Bei Lenkwellen und Kreuzgelenken ist entscheidend, dass die Verzahnung intakt ist und keine Riefen aufweist. Suchen Sie nach Teilen, die offensichtlich keinen harten Stößen oder Beschädigungen ausgesetzt waren. Ein Blick auf die Historie des Fahrzeugs, von dem das Teil stammt, kann auch hilfreich sein, wenn diese Information verfügbar ist.
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